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Kölner Karneval im Camillian Social Center Rayong | Kölner Karneval im Camillian Social Center Rayong |
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Marita Köllner besucht die Waisenkinder Marita Köllner, eine weit über die Grenzen der Domstadt hinaus bekannte Sängerin und TV-Moderatorin. Wollte sich mal persönlich ein Bild vom Camillian Social Center in Rayong machen. Schon mehrfach hatte sie das Center unterstützt, sei es, dass sie einen Fußball mit den Autogrammen der Spieler des 1. FC Köln zu Gunsten des Centers versteigern ließ, oder dass sie an einer Benefizveranstaltung teilnahm. Der Leo, ebenfalls ein Kölner Karnevalist, der sich sehr für das Center einsetzt und Marita kennen sich schon seit über dreißig Jahren aus dem Kölner Karneval. Jetzt besuchten sie gemeinsam mit ihren Ehepartnern das Center in Rayong.
Der Besuch begann für Marita, wie eigentlich für sehr viele, die dort hin fahren, mit den Worten: „Aber bitte, ich möchte mir nicht das schlimmste Elend ansehen! Das kann ich nicht verkraften!“ Aber schnell bemerkte sie, dass es zwar ein Schlimmes Schicksal ist, welches die Menschen dort zu tragen haben, aber es überwiegt doch die Freude der HIV-Infizierten und Aids-Kranken Menschen über jeden Besuch.
Schnell war sie umringt von fröhlich spielenden Kindern und die Berührungsängste waren wie verflogen. Es kam auch zu einem netten Gespräch unter „Kolleginnen“. Marita lernte eine einst hervorragende und auf höchstem Niveau ausgebildete thailändische Sängerin kennen, deren Karriere leider ebenfalls durch diese Krankheit ein jähes Ende fand. Sie pflegt heute im Center Patienten, denen es leider noch viel schlechter geht als ihr. Selbst in der CPU, wo die Patienten gepflegt werden, bei denen die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass meist leider nur noch ein Begleiten durch die letzten Wochen und Tage ihres Lebens möglich ist verweilte sie lange. Schnell wanderte der Blick weg von den durch die Krankheit doch schon sehr gezeichneten Körpern zu den Augen der Menschen. Auch sie strahlen, wenn Besuch kommt. Die Menschen freuen sich, wenn andere an ihrem Schicksal teil haben und begrüßen die Gäste oft mit letzter Kraft mit einem Wai.
Marita war zutiefst beeindruckt und freute sich im Nachhinein, dass sie sich doch mal überwunden hatte, persönlich dort hin zu fahren. Beim Mittagessen mit den Kindern überreichte Marita dem Leiter des Centers, Father Giovanni, einen Briefumschlag mit einer Spende und es wurden sofort Pläne geschmiedet, wie man dort noch mehr helfen kann. Als sie hörte, dass Father Giovanni im Mai in Deutschland ist, lud sie ihn spontan zu ihrem 50. Geburtstag ein, den sie mit 500 Gästen auf einem Schiff auf dem Rhein feiern wird. Sie will ihm dort eine Plattform schaffen, ihre Gäste auf dieses Projekt aufmerksam zu machen.
Nach dem Essen besichtigte man noch den bereits fast fertigen Rohbau des neuen vergrößerten Speisesaales. Dieser wird durch eine großzügige Spende der deutschen HIT-Stiftung (HIT Supermärkte) in Höhe von rund 1 Million Baht finanziert. Den Kontakt hierzu hatte der Leo hergestellt, wie bereits im vorigen Jahr im HALLO berichtet. Father Giovanni ist es gelungen, noch weitere Spender für dieses Projekt zu finden, so dass auch die 2. Etage gleich mit gebaut wird. Hier sollen ein paar Zimmer für ehrenamtlich im Zenter arbeitende Voluntäre entstehen. Zum Abschied versprach Marita Köllner, dass dies sicher nicht ihr letzter Besuch im Center war. |





