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Besuch im Center vom Masseur 25.06.2007

Ein Besuch im Social Center in Rayong

Lachmöwe und ich hatten eine Spendentour nach Rayong angeregt und "der Leo" Kalle us Kölle hat die Ausarbeitung übernommen, Termine ausgehandelt, den Minibus organisiert und ein Einkauf von süssen Kleinigkeiten für unsere Kinder angeleiert.

Am 25. Juni 2007 war es dann soweit.

Mit 12 Personen reisten wir an und wurden von unserem Kontaktmann im Center, Johny Altmann, Father Giovanni und den kleinen Kindern stürmisch begrüßt.

In unserem Gefolge war da noch ein Reporter von HOS-TV, welcher die Reise aufzeichnete und gleichzeitig einen TV-Bericht über das Social Center Rayong und dessen Aufgabenstellung machte. Wird wohl bald gesendet. Meines Wissens soll da noch eine Downloadmöglichkeit eingerichtet werden.

In einer kleinen Feierstunde vor dem gemeinsamen Mittagsmahl übergab ich unsere Geldspende an Father Giovanni, welche dankenswerter Weise durch die Reisebegleiter spontan auf 40 000 THB aufgestockt werden konnte. Als Sachspende aus Old Germany brachte ich 11 Lederfußbälle und div. Baseballcaps mit, von Flipper (mußte aus beruflichen Gründen daheim bleiben, schade) einen Sack Teddybären. Dazu noch die vielen, unterwegs gekauften Süssigkeiten und Getränke. Das alles fand reißenden Absatz bei den Kleinen. Schnell schlossen wir Freundschaften und fast jeder schleppte eine kleine Klette mit sich herum.

Allen noch mal danke! Father Giovanni bedankte sich und überreicht mir und Wok eine Urkunde.

Im Zuge der Berichterstattung durch HOS-TV zogen wir natürlich etwas intensiver durch die dreigeteilte Anlage, welche aus dem Center besteht, in welchem die Kleinsten und die Kranken versorgt werden, wobei sich krank als sterbenskrank, bettlägrig definiert. Der 2. Teil der Anlage ist das in einigen km Entfernung liegende Independence-Building, in welchem die gesundheitlich stabilen Kranken (Schüler und Jugendliche) leben und je nach Bildungsstand auf 8 verschiedene Schulen gehen. Das Gebäude entstand aus einer Spende eines Großen Sponsors und den Leistungen von vielen kleinen Spendern. Dann ist da noch die 3. Anlage, der "Garten Eden". Sie liegt noch weiter entfernt. Hier leben unter ärztlicher Aufsicht die Selbstversorger wohl teilweise mit Familie, soweit ich erkennen konnte, auf der Basis von Landwirtschaft und Gartenbau im kleinen Rahmen. (Froschzuchtanlage, Frösche ca. 0,35kg pro Stück schwer, Schweine und Rindviecher)

Und hier, natürlich auch in anderen Abteilungen, öffnet sich einweites Betätigungsfeld für Voluntäre, welche hier ihr Fachwissen einbringen können.

Beispiel: (Gleichzeitig Beispiel für eine sinnlose Spende) ein industrieller Sponsor stiftete eine Mini - Biogasanlage zur Verarbeitung der Schweinegülle. Eine Brennstelle für das erzeugte Gas wurde zu Demonstrationszwecken eingerichtet und montiert. Steht in unmittelbarer Nähe bei den Schweinestellen.
Toll, nur wer soll hier kochen? Oder anders herum: wie bekomme ich das Gas an den Küchenherd.

Fachleute, SOS oder CQH = come quick helping,

Natürlich gab es auch einen erschütternden Blick in die Krankenstationen. Als traurigster Fall ist hier ein kleines Mädchen von13 Jahren hervorzuheben, welches nach den Tode der Eltern unerkannt AIDS-krank bei der Großmutter lebte und nun als hoffnungslos Erkrankte dem Tode entgegen sieht. Wenn ich mir das Bild der Kleinen ins Gedächnis rufe, treibt es mir immer noch die Tränen in die Augen, zu schrecklich der hoffnungslose Anblick. Alles Geld der Welt kann nicht mehr helfen, allenfalls die Schmerzen lindern.

Doch unsere / Eure Spenden liefern die Basis für die Linderung der AIDS - Folgen. Leider hält sich die Thailändische Regierung stark zurück und beschränkt sich auf eine medizinische Basisversorgung, welche aber nur im Anfangsstadium der AIDS - Erkrankung hilft. Die danach notwendigen chemischen Keulen, welche dann richtig teuer sind, werden durch Spendengelder getragen.

Es war ein sehr schöner, eindruckvoller Tag, an dessen Ende wir von den kleinsten Bewohnern mit einem Ständchen verabschiedet wurden.

Helft bitte mit!

MfG
Masseur